[H.E.A.R.T.]
= eine Installation über den Störfaktor Menschlichkeit.

Was passiert mit der Schöpferinstanz, wenn das Schaffen von Leben nicht mehr in den Händen der Natur liegt? Mit dieser Frage erforscht H.E.A.R.T. das unwägbare Terrain der Synthetischen Biologie, das uns vor Erwartung und Skepsis erschaudern lässt.
In „H.E.A.R.T.“ – kurz für: human error assessment and reduction technique,
einer Theorie aus den Wirtschaftswissenschaften – treffen Tänzer in verschiedenen Konstellationen aufeinander und nähern sich Begriffen wie Evolution und Kreatürlichkeit, aber auch dem omnipräsenten Optimierungsstreben und dem Unperfekten des Menschseins.

Welches ist Dein Platz?
Welches ist Dein Platz?

Das Team setzte sich für diesen Kurzfilm mit Theorie und Praxis der künstlerischen Forschung auseinander und brachte Kunst und Wissenschaft im Erkenntnisstreben der Forschung, des Wissenwollens, zusammen. Hierbei werden hermeneutische und experimentelle Methoden der wissenschaftlichen Forschung genutzt, um Inhalte als
künstlerische Erfahrung, als embodied knowledge, zugänglich zu machen.

Was in Gesprächen während der Proben erarbeitet wurde, wird als Bewegung
im Film sichtbar und neu gedeutet. Der Film lässt Körper sprechen, alleine, zu zweit, in der Gruppe: Sie fragen nach einem menschlichen Miteinander in Zeiten, in denen das Individuum nichts Unantastbares mehr ist und Emotionen die größten Unsicherheitsfaktoren bilden. Über diesen Bildern verhandeln zwei „Schöpfervertreter“ auf der akustischen Ebene ihre Positionen: Eine Computerstimme vertritt die human
error assesment and reduction technique und die Optimierungsmöglichkeiten, während ein Ausschnitt aus Charlie Chaplin’s „the greatest speech ever made“ dafür spricht, dass Menschen eben keine Maschinen sind.

Der Film ist das Herzstück einer Rauminstallation, die den Betrachter einlädt,
Teil des Geschehens zu werden. Da die Installation je nach Ausstellungsort in den Raum wächst, wird der Betrachter eingeladen, sie zu durchwandern, sich eine Position in ihr und eine Perspektive auf sie zu suchen. So wird er Teil der künstlerischen Erfahrung – die er teilen und diskutieren kann.


[H.E.A.R.T.] Trailer

 

 

 

[H.E.A.R.T.] on tour


[H.E.A.R.T.] wurde an drei Ausstellungsorten gezeigt.

Die Premiere war der Beitrag zum Themenkongress „RE-ENGINEERING LIFE oder WOLLEN WIR UNENDLICH SEIN?“ am 03. & 04. Juli 2015 am Theater Freiburg.

Dann wucherte die Installation im März 2016 in der Galerie des Slow Club Freiburg e.V.

Im selbigen Sommer wurde das Projekt in die Schweiz, nach Lenzburg, zu „Guck mal Günther, Kunst!“ eingeladen.

 

Das [H.E.A.R.T.] – Team

REGIE & KONZEPT: Sara-Lena Möllenkamp
INSTALLATION: Klaus Sokolow
SZENENBILD FILM: Tonia Schlage
DRAMATURGIE: Isabel Gatzke
TANZ: Tamora Dinklage, Margarida Farinha, Belinda von Freimann, Johanna Grözinger, Lisa Klingelhöfer, Anna Roßmüller, Myriam Schmidt, Rosalie Schönherr, Johannes Vondey, Annemarie Wilhelmi, Anela Wischt

 

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